Uni-Lüneburg-Seminar: Ökologische Abfallwirtschaft
 
 

 

 

Fachbereich Umweltwissenschaften

Dr. Norbert Kopytziok

Sommersemester 2000

 

Abfall, eine Informationsquelle für die Umweltplanung

In dem Seminar wurde das, was der Abfall zu erzählen weiß, reflektiert und für die Umweltplanung genutzt. Mit Hilfe von Lifecycle-Analysen (LCA) wurden Entstehungsgeschichten und Herstellungsprozesse konkreter Abfallprodukte zurück verfolgt. Die identifizierten Stoff- und Materialströme dienten als Bewertungsgrundlage der ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen. Ziel war es, über Einblicke in die globale Bedeutung regionalen Wirkens, zu prüfen, inwieweit sich der Abfall als Nachhaltigkeits-

indikator und Instrument der Umweltplanung eignet.

 

Dazu wurden die Inhalte der Hausmülltonne in überflüssige, verwertbare und zu beseitigende Abfälle eingeteilt. Dabei entstand eine neue Sensibilisierung für das, was in unserer Zivilgesellschaft weggeworfen wird.

   

Rollenspiel

 

Im Praxisteil wurden zunächst die Grundlagen der Nachhaltigen Entwicklung sowie die umweltplanerische Relevanz der Abfallvermeidung erörtert.

 

 

Auf der Grundlage von Ökobilanzen konnten beispielsweise das Rauchen und die Getränkeverpackung problematisiert werden. Des Weiteren wurden für konkrete Bedürfnisfelder abfall- und rohstoffsparende Produktalternativen gefunden.

Den Abschluss bildete ein Rollenspiel in dem eine fingierte Expertenrunde zur Reduktion globaler Stoffumsätze debattierte. Die Studierenden vertraten Rollen der unternehmerischen und kommunalen Spitzenverbände, der öffentlichen Hand sowie der Umweltverbände.
 

Teilnehmer/innen:
Kristin Krauß, Yanna Mc Langklim, Hendrik Lenk, Nina Schwarz, Maike Volkmann u.a.